Brunnenwasser testen: Welche Wasserwerte sind besonders wichtig?

Brunnenwasser kann eine praktische und unabhängige Wasserquelle sein – insbesondere für Haushalte, landwirtschaftliche Betriebe und Grundstücke ohne Anschluss an eine zentrale Wasserversorgung. Doch die Qualität von Brunnenwasser kann sich je nach Standort, Boden, Grundwasser, Brunnenbau und Nutzung deutlich unterscheiden.

Wer sein Brunnenwasser als Trinkwasser verwendet, sollte deshalb wissen, welche Wasserwerte wichtig sind und wie die Qualität des eigenen Wassers überprüft werden kann.

Das Umweltbundesamt empfiehlt für private Brunnen und Quellen regelmäßige Analysen, um festzustellen, ob Schadstoffe oder Krankheitserreger im Wasser vorkommen. Bei Fragen zur Nutzung eines eigenen Brunnens ist außerdem das zuständige Gesundheitsamt eine wichtige Anlaufstelle.

In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Parameter bei einer Brunnenwasseranalyse besonders wichtig sind, was die einzelnen Werte aussagen und wann Sie Ihr Brunnenwasser testen lassen sollten.

Warum sollte man Brunnenwasser testen lassen?

Brunnenwasser kommt nicht aus einem zentralen Wasserwerk, sondern wird in der Regel direkt aus dem Grundwasser oder einer anderen eigenen Wasserquelle gewonnen.

Dadurch können andere Einflussfaktoren eine Rolle spielen als beim zentral versorgten Leitungswasser.

Mögliche Einflussfaktoren sind beispielsweise:

  • die geologische Beschaffenheit des Bodens

  • landwirtschaftliche Nutzung in der Umgebung

  • Düngemittel und organische Stoffe

  • die Tiefe des Brunnens

  • die Bauweise des Brunnens

  • undichte oder beschädigte Brunnenanlagen

  • Überschwemmungen oder starke Niederschläge

  • Veränderungen des Grundwassers

  • die Entfernung zu Abwasseranlagen oder Tierhaltungen

Das bedeutet nicht, dass Brunnenwasser automatisch belastet ist.

Es bedeutet vielmehr, dass die tatsächliche Wasserqualität durch eine Analyse festgestellt werden sollte, anstatt sie nur anhand von Aussehen, Geschmack oder Geruch zu beurteilen.

Brunnenwasser testen: Welche Werte sind besonders wichtig?

Bei einer Brunnenwasseranalyse können unterschiedliche mikrobiologische, chemische und physikalische Parameter untersucht werden.

Welche Werte sinnvoll sind, hängt unter anderem davon ab, wofür das Wasser verwendet wird.

Wenn Brunnenwasser als Trinkwasser genutzt wird, sind insbesondere mikrobiologische Parameter von großer Bedeutung.

Bei einer umfassenderen Untersuchung können zusätzlich chemische und physikalische Parameter berücksichtigt werden.

Wichtige Brunnenwasser-Parameter im Überblick

Parameter Untersuchungsbereich Was kann der Wert zeigen?
E. coli Mikrobiologie Hinweis auf mögliche fäkale Verunreinigung
Coliforme Keime Mikrobiologie Hinweise auf hygienische Auffälligkeiten
Enterokokken Mikrobiologie Indikator für mögliche Verunreinigungen
GKZ 22/36 °C Mikrobiologie Allgemeine mikrobiologische Beurteilung
Eisen Chemie Kann Wasserbeschaffenheit und Verfärbungen beeinflussen
Mangan Chemie Kann geologisch bedingt sein und die Wasserbeschaffenheit beeinflussen
Nitrit Chemie Stickstoffverbindung, die bei der Wasserbewertung berücksichtigt wird
Ammonium Chemie Kann Hinweise auf bestimmte Einflüsse auf das Wasser geben
Sulfat Chemie Chemischer Bestandteil des Wassers
pH-Wert Chemie Beschreibt den sauren bzw. alkalischen Charakter
Leitfähigkeit Physik/Chemie Gibt Hinweise auf den Gehalt gelöster Ionen
Trübung Physikalisch Beschreibt sichtbare bzw. messbare Trübung
Färbung Physikalisch Gibt Hinweise auf Veränderungen der Wasserbeschaffenheit

Der aktuelle Brunnenwasser-Test von WirtestenIhrWasser führt unter anderem E. coli, coliforme Keime, GKZ 22/36 °C, Enterokokken, Trübung, Färbung, pH-Wert, Leitfähigkeit, Eisen, Mangan, Nitrit, Ammonium und Sulfat als Untersuchungsparameter auf.

Mikrobiologische Untersuchung von Brunnenwasser

Bei Brunnenwasser ist die mikrobiologische Untersuchung besonders relevant, wenn das Wasser zum Trinken, Kochen oder für andere Zwecke im Haushalt verwendet wird.

Das liegt daran, dass Krankheitserreger oder hygienische Verunreinigungen nicht unbedingt sichtbar sind.

Klares Wasser bedeutet deshalb nicht automatisch, dass es mikrobiologisch einwandfrei ist.

E. coli im Brunnenwasser

E. coli gehört zu den wichtigen mikrobiologischen Indikatororganismen.

Ein Nachweis kann auf eine fäkale Verunreinigung hinweisen und sollte fachlich bewertet werden.

Bei Brunnenwasser kann eine solche Verunreinigung beispielsweise durch äußere Einflüsse auf die Wasserquelle entstehen.

Mögliche Ursachen können unter bestimmten Bedingungen sein:

  • Eintrag von Tierkot

  • landwirtschaftliche Einflüsse

  • undichte Anlagen

  • Oberflächenwasser, das in den Brunnen gelangt

  • Schäden an der Brunnenkonstruktion

Ein positives Ergebnis sollte deshalb nicht einfach ignoriert werden.

Coliforme Keime im Brunnenwasser

Coliforme Bakterien können ebenfalls bei der mikrobiologischen Beurteilung von Wasser untersucht werden.

Ein Nachweis bedeutet nicht automatisch, dass eine konkrete Krankheit verursacht wird.

Er kann jedoch auf eine hygienische Auffälligkeit hinweisen und Anlass für eine weitere Ursachenklärung geben.

Gerade bei privaten Brunnen ist es wichtig, solche Ergebnisse im Zusammenhang mit dem Zustand und der Nutzung des Brunnens zu betrachten.

Enterokokken im Brunnenwasser

Enterokokken gehören ebenfalls zu den mikrobiologischen Indikatororganismen.

Ihre Untersuchung kann zusätzliche Informationen über die hygienische Qualität einer Wasserprobe liefern.

Deshalb sind sie bei der Beurteilung von Brunnenwasser, das als Trinkwasser genutzt wird, ein wichtiger Parameter.

Gesamtkeimzahl bei 22 °C und 36 °C

Die Koloniezahl beziehungsweise Gesamtkeimzahl kann zusätzliche Informationen über die mikrobiologische Beschaffenheit des Wassers liefern.

Sie sollte jedoch nicht isoliert betrachtet werden.

Für eine sinnvolle Bewertung ist der gesamte Untersuchungsbericht entscheidend.

Chemische Wasserwerte beim Brunnenwasser testen

Neben den mikrobiologischen Parametern können chemische Wasserwerte wichtige Informationen über die Beschaffenheit des Brunnenwassers liefern.

Besonders interessant können beispielsweise sein:

  • Eisen

  • Mangan

  • Nitrit

  • Ammonium

  • Sulfat

  • pH-Wert

Je nach Standort und Verwendungszweck können darüber hinaus weitere Untersuchungen sinnvoll sein.

Eisen im Brunnenwasser

Eisen ist ein häufiger Parameter bei der Untersuchung von Brunnenwasser.

Erhöhte Eisenwerte können unter anderem zu Veränderungen von Farbe, Geschmack oder Ablagerungen führen.

Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass der Grenzwert für Eisen von 0,2 mg/l in erster Linie ästhetisch-technisch begründet ist. Bei höheren Konzentrationen können beispielsweise geschmackliche Beeinträchtigungen und Braunfärbungen auftreten.

Das bedeutet: Ein erhöhter Eisenwert sollte nicht automatisch mit einer gesundheitlichen Gefährdung gleichgesetzt werden. Entscheidend ist die fachliche Bewertung des konkreten Ergebnisses.

→ Mehr über Eisen im Wasser erfahren

Mangan im Brunnenwasser

Mangan kann natürlicherweise im Grundwasser vorkommen.

Je nach Konzentration kann Mangan beispielsweise die Wasserbeschaffenheit beeinflussen und zu Ablagerungen führen.

Das Umweltbundesamt nennt für Mangan ebenfalls einen technisch bzw. ästhetisch begründeten Parameterwert und weist darauf hin, dass bereits bei Konzentrationen oberhalb von 50 µg/l Verschlammungen im Verteilungsnetz auftreten können, bevor eine gesundheitliche Besorgnis besteht.

Eine Laboranalyse hilft dabei, festzustellen, wie viel Mangan tatsächlich in der Wasserprobe vorhanden ist.

Nitrit und Ammonium im Brunnenwasser

Nitrit und Ammonium gehören zu den Parametern, die bei der Beurteilung von Brunnenwasser relevant sein können.

Sie sind Bestandteile des Stickstoffkreislaufs und können unter bestimmten Bedingungen Hinweise auf Einträge oder Veränderungen im Wasser geben.

Gerade bei privaten Brunnen können die Werte durch unterschiedliche natürliche und menschliche Einflüsse beeinflusst werden.

Eine einzelne Messung sollte deshalb immer im Zusammenhang mit weiteren Wasserwerten und den örtlichen Bedingungen betrachtet werden.

Nitrat im Brunnenwasser

Nitrat ist bei der Untersuchung von Grund- und Brunnenwasser ein besonders wichtiger Parameter.

Das Umweltbundesamt erklärt, dass Nitrat sehr gut wasserlöslich ist und unter anderem aus landwirtschaftlichen Einträgen stammen kann. Für Grundwasser gilt in Deutschland ein Schwellenwert von 50 mg Nitrat pro Liter.

Wenn Brunnenwasser als Trinkwasser verwendet wird, kann deshalb eine Untersuchung auf Nitrat je nach Situation besonders sinnvoll sein.

Wichtig: Der aktuell aufgeführte Brunnenwasser-Test von WirtestenIhrWasser enthält in der veröffentlichten Parameterliste Nitrit, jedoch nicht Nitrat. Wenn Sie Nitrat gezielt untersuchen möchten, sollten Sie vor der Bestellung klären, welcher Test dafür geeignet ist.

Was sagt der pH-Wert des Brunnenwassers aus?

Der pH-Wert beschreibt, ob Wasser eher sauer, neutral oder alkalisch ist.

Bei Brunnenwasser kann der pH-Wert beispielsweise durch die geologischen Bedingungen und die chemische Zusammensetzung des Grundwassers beeinflusst werden.

Der Wert sollte nicht isoliert betrachtet werden.

Für eine professionelle Beurteilung sollten immer auch andere Parameter und der konkrete Untersuchungszweck berücksichtigt werden.

Was bedeutet die Leitfähigkeit von Brunnenwasser?

Die elektrische Leitfähigkeit gibt Hinweise auf die Menge gelöster, elektrisch leitfähiger Stoffe beziehungsweise Ionen im Wasser.

Sie kann deshalb zusätzliche Informationen über die chemische Zusammensetzung liefern.

Eine hohe oder niedrige Leitfähigkeit ist jedoch nicht automatisch gleichbedeutend mit „gut“ oder „schlecht“.

Entscheidend ist die Kombination mit anderen Messwerten.

Trübung und Färbung des Brunnenwassers

Brunnenwasser sollte nicht nur chemisch und mikrobiologisch untersucht werden.

Auch physikalische Eigenschaften können wichtige Hinweise liefern.

Trübung

Trübes Wasser kann beispielsweise durch Schwebstoffe oder andere Bestandteile verursacht werden.

Eine sichtbare Trübung sollte ernst genommen und bei wiederholtem Auftreten untersucht werden.

Färbung

Eine auffällige Färbung kann verschiedene Ursachen haben.

Beispielsweise können Eisenverbindungen oder andere natürliche Bestandteile des Wassers eine Rolle spielen.

Das Aussehen allein reicht jedoch nicht aus, um die Ursache sicher zu bestimmen.

Eine Laboranalyse liefert wesentlich belastbarere Informationen.

Brunnenwasser sieht sauber aus – muss es deshalb nicht getestet werden?

Nein.

Ein häufiger Fehler ist die Annahme:

„Das Wasser ist klar und schmeckt gut, also ist es sicher.“

Viele Wasserparameter lassen sich mit bloßem Auge, Geruch oder Geschmack nicht zuverlässig beurteilen.

Beispielsweise können mikrobiologische Verunreinigungen vorhanden sein, ohne dass das Wasser sichtbar verändert ist.

Deshalb empfiehlt das Umweltbundesamt für Wasser aus eigenen Brunnen und Quellen regelmäßige Analysen, um mögliche Schadstoffe oder Krankheitserreger frühzeitig erkennen zu können.

Wie häufig sollte man Brunnenwasser testen lassen?

Es gibt nicht für jeden privaten Brunnen eine pauschal identische Testfrequenz.

Die sinnvolle Häufigkeit hängt unter anderem davon ab:

  • ob das Wasser als Trinkwasser genutzt wird

  • wie der Brunnen gebaut ist

  • wie alt die Anlage ist

  • ob es Veränderungen am Brunnen gab

  • ob die Umgebung landwirtschaftlich genutzt wird

  • ob Hochwasser oder starke Niederschläge aufgetreten sind

  • ob das Wasser ungewöhnlich aussieht, riecht oder schmeckt

  • welche gesetzlichen Anforderungen für die konkrete Wasserversorgung gelten

Bei einer privaten Trinkwasserversorgung können regelmäßige Untersuchungen besonders wichtig sein.

Bei Fragen zu gesetzlichen Anforderungen und der konkreten Situation kann das zuständige Gesundheitsamt weiterhelfen.

Wann sollte man Brunnenwasser sofort untersuchen lassen?

Neben regelmäßigen Untersuchungen gibt es Situationen, in denen eine zusätzliche Analyse besonders sinnvoll sein kann.

Nach Hochwasser oder starken Überschwemmungen

Oberflächenwasser kann unter bestimmten Bedingungen in oder nahe der Brunnenanlage gelangen.

Nach Reparaturen am Brunnen

Arbeiten an der Anlage können die Wasserqualität beeinflussen oder eine erneute Kontrolle sinnvoll machen.

Bei ungewöhnlichem Geruch oder Geschmack

Eine Veränderung sollte nicht einfach dauerhaft ignoriert werden.

Bei Trübung oder Färbung

Wiederkehrende sichtbare Veränderungen können Anlass für eine Untersuchung sein.

Nach Veränderungen in der Umgebung

Neue landwirtschaftliche Nutzung, Düngung oder andere Veränderungen in der Nähe können eine erneute Bewertung sinnvoll machen.

Bei gesundheitlichen Bedenken

Wenn Sie vermuten, dass das Wasser möglicherweise verunreinigt ist, sollte die Situation fachlich abgeklärt werden.

Brunnenwasser als Trinkwasser: Was ist zu beachten?

Wenn Brunnenwasser als Trinkwasser genutzt wird, gelten andere Anforderungen als bei Wasser, das beispielsweise ausschließlich zur Gartenbewässerung verwendet wird.

Die konkrete Nutzung ist deshalb bei der Auswahl einer Wasseranalyse entscheidend.

Wenn Sie Brunnenwasser trinken oder damit Lebensmittel zubereiten, sollte die Untersuchung entsprechend auf die Anforderungen und den vorgesehenen Verwendungszweck abgestimmt werden.

Bei Fragen zu einer privaten Trinkwasserversorgung ist das zuständige Gesundheitsamt eine wichtige Anlaufstelle. Das Umweltbundesamt empfiehlt ausdrücklich, sich dort über mögliche Bedenken und Anforderungen rund um den eigenen Brunnen zu informieren.

Brunnenwasser für Garten, Tiere oder Haushalt

Nicht jedes Brunnenwasser wird als Trinkwasser verwendet.

Viele Brunnen dienen beispielsweise zur:

  • Gartenbewässerung

  • Bewässerung von Pflanzen

  • Versorgung von Tieren

  • Toilettenspülung

  • Reinigung

  • allgemeinen Nutzung auf dem Grundstück

Der benötigte Untersuchungsumfang kann sich deshalb deutlich unterscheiden.

Bevor Sie einen Wassertest bestellen, sollten Sie festlegen:

Wofür wird das Wasser verwendet?

Davon hängt ab, welche Wasserwerte für Ihre Fragestellung besonders relevant sind.

Brunnenwasser testen: Wie funktioniert die Analyse?

Eine professionelle Brunnenwasseranalyse ist grundsätzlich unkompliziert.

Schritt 1: Passenden Test auswählen

Wählen Sie einen Test, der zu Ihrer Wasserquelle und Ihrem Verwendungszweck passt.

Schritt 2: Probengefäß vorbereiten

Verwenden Sie das vom Labor bereitgestellte oder ausdrücklich vorgeschriebene Probengefäß.

Schritt 3: Wasserprobe entnehmen

Befolgen Sie die Anweisungen zur Probenentnahme genau.

Schritt 4: Probe korrekt versenden

Achten Sie auf die Vorgaben für Verpackung, Lagerung und Versand.

Schritt 5: Laboranalyse

Das Labor untersucht die Probe auf die im gewählten Test enthaltenen Parameter.

Schritt 6: Ergebnisse prüfen

Nach Abschluss der Untersuchung erhalten Sie Ihren Prüfbericht mit den gemessenen Wasserwerten.

Warum die richtige Probenentnahme so wichtig ist

Eine Wasseranalyse kann nur dann aussagekräftig sein, wenn die Probe korrekt entnommen wurde.

Fehler bei der Probenahme können das Ergebnis beeinflussen.

Deshalb sollten Sie:

  • nur geeignete sterile Probengefäße verwenden

  • die Anweisungen des Labors genau befolgen

  • das Probengefäß nicht unnötig berühren

  • die Probe nicht unnötig lange lagern

  • die Versandvorgaben einhalten

Beim WirtestenIhrWasser-Test erhalten Kunden ein entsprechendes Probenahmepaket und eine Anleitung. Bei Fragen zur Probenentnahme kann der Kundenservice kontaktiert werden.

Wie interpretiert man einen Brunnenwasser-Laborbericht?

Ein Laborbericht enthält normalerweise mehrere einzelne Messwerte.

Zum Beispiel:

Parameter Ergebnis Einheit Bedeutung
E. coli nicht nachgewiesen KBE/100 ml mikrobiologisch bewerten
Eisen 0,15 mg/l mit relevantem Bewertungsmaßstab vergleichen
Mangan 0,02 mg/l mit relevantem Bewertungsmaßstab vergleichen
pH-Wert 7,3 chemische Wasserbeschaffenheit
Leitfähigkeit 480 µS/cm Hinweis auf gelöste Ionen
Trübung 0,4 physikalische Wasserbeschaffenheit

Die Zahlen in diesem Beispiel dienen nur zur Veranschaulichung und stellen keine tatsächlichen Messergebnisse einer bestimmten Wasserprobe dar.

Wichtig ist, jeden Wert anhand des im Laborbericht angegebenen Bewertungsmaßstabs zu beurteilen.

Was bedeutet „nicht nachgewiesen“?

Wenn beispielsweise bei E. coli „nicht nachgewiesen“ steht, bedeutet dies, dass E. coli mit dem verwendeten Untersuchungsverfahren in der untersuchten Probe nicht nachgewiesen wurde.

Das sollte nicht mit der Aussage verwechselt werden, dass Wasser grundsätzlich frei von allen möglichen Mikroorganismen oder Schadstoffen ist.

Ein Wassertest untersucht immer nur die Parameter, die im jeweiligen Untersuchungsumfang enthalten sind.

Was tun, wenn beim Brunnenwasser ein Wert auffällig ist?

Ein auffälliger Wert sollte zunächst genau betrachtet werden.

Prüfen Sie:

  1. Welcher Parameter ist betroffen?

  2. Wie hoch ist der gemessene Wert?

  3. Welche Einheit wurde verwendet?

  4. Welcher Bewertungsmaßstab gilt?

  5. Wurde die Probe korrekt entnommen?

  6. Ist eine Kontrolluntersuchung sinnvoll?

  7. Gibt es mögliche Ursachen am Brunnen oder in der Umgebung?

Bei mikrobiologischen Auffälligkeiten oder möglichen gesundheitlichen Risiken sollten Sie fachkundige Beratung einholen.

Je nach Situation können beispielsweise eine weitere Wasseruntersuchung, eine technische Prüfung des Brunnens oder eine Abstimmung mit dem zuständigen Gesundheitsamt sinnvoll sein.

Kann ein Wasserfilter die Lösung für Brunnenwasser sein?

Nicht unbedingt.

Ein Wasserfilter sollte nicht einfach auf Verdacht eingesetzt werden.

Zunächst sollte möglichst bekannt sein, welcher Parameter tatsächlich auffällig ist.

Erst dann kann geprüft werden, ob und welche Aufbereitung sinnvoll ist.

Ein sinnvoller Ablauf ist daher:

Brunnenwasser testen → Ergebnisse verstehen → Ursache prüfen → passende Maßnahme auswählen

Ein Filter kann je nach Problem eine mögliche Lösung sein, ist aber nicht für jede Wasserqualität und jeden Parameter gleichermaßen geeignet.

Brunnenwasser testen lassen: Welcher Test passt zu Ihnen?

Wenn Sie Ihr Brunnenwasser untersuchen möchten, sollte der Test zu Ihrer konkreten Situation passen.

Der aktuelle Brunnenwasser-Test von WirtestenIhrWasser untersucht unter anderem:

  • E. coli

  • coliforme Keime

  • Enterokokken

  • GKZ 22/36 °C

  • Eisen

  • Mangan

  • Nitrit

  • Ammonium

  • Sulfat

  • pH-Wert

  • Leitfähigkeit

  • Trübung

  • Färbung

Damit erhalten Sie einen Überblick über wichtige mikrobiologische, chemische und physikalische Eigenschaften Ihrer Brunnenwasserprobe.

→ Brunnenwasser-Test ansehen

Brunnenwasser testen lassen: Häufige Fehler

Nur nach Geschmack und Geruch beurteilen

Nicht alle relevanten Wasserwerte lassen sich sensorisch erkennen.

Nur einen einzelnen Parameter untersuchen

Ein einzelner Wert kann eine wichtige Information liefern, zeigt aber nicht automatisch die gesamte Wasserqualität.

Eine beliebige Flasche verwenden

Für Laboruntersuchungen sollten die vom Labor vorgegebenen Probengefäße verwendet werden.

Die Probe zu spät verschicken

Je nach Untersuchung können Zeit und Transportbedingungen wichtig sein.

Einen auffälligen Wert ignorieren

Ein ungewöhnliches Ergebnis sollte fachlich eingeordnet und bei Bedarf kontrolliert werden.

Grenzwerte pauschal interpretieren

Nicht jeder Grenz- oder Parameterwert hat dieselbe Bedeutung. Manche Werte sind beispielsweise technisch oder ästhetisch begründet, andere haben eine toxikologische Bedeutung. Das Umweltbundesamt unterscheidet entsprechend zwischen verschiedenen Arten von Bewertungswerten.

Häufig gestellte Fragen zum Brunnenwasser

Wie kann ich mein Brunnenwasser testen lassen?

Sie können eine Wasserprobe mit einem geeigneten Brunnenwasser-Test untersuchen lassen. Wichtig ist, dass die Probe entsprechend den Vorgaben des Labors entnommen und versendet wird.

Welche Werte sollte man bei Brunnenwasser testen?

Besonders wichtig können mikrobiologische Parameter wie E. coli, coliforme Keime und Enterokokken sein. Je nach Situation können außerdem Eisen, Mangan, Nitrit, Ammonium, Sulfat, pH-Wert, Leitfähigkeit, Trübung und Färbung untersucht werden.

Ist Brunnenwasser automatisch Trinkwasser?

Nein. Ob Brunnenwasser als Trinkwasser verwendet werden kann, hängt von seiner Qualität, der konkreten Wasserversorgung und den geltenden Anforderungen ab. Bei privaten Trinkwasserversorgungen sollten die jeweiligen Anforderungen mit dem zuständigen Gesundheitsamt geklärt werden.

Wie oft sollte man Brunnenwasser untersuchen lassen?

Die sinnvolle Häufigkeit hängt von der Nutzung, der Brunnenanlage und den örtlichen Bedingungen ab. Bei Trinkwassernutzung kann eine regelmäßige Untersuchung sinnvoll sein. Das Umweltbundesamt empfiehlt regelmäßige Analysen für Wasser aus eigenen Brunnen und Quellen.

Kann Brunnenwasser Bakterien enthalten?

Ja. Brunnenwasser kann unter bestimmten Bedingungen mikrobiologisch beeinflusst werden. Deshalb sind Untersuchungen auf Parameter wie E. coli, coliforme Keime und Enterokokken relevant.

Kann Brunnenwasser Nitrat enthalten?

Ja. Nitrat kann unter anderem durch landwirtschaftliche Einträge ins Grundwasser gelangen. Das Umweltbundesamt nennt für Grundwasser einen Schwellenwert von 50 mg Nitrat pro Liter.

Warum ist mein Brunnenwasser braun?

Eine Braunfärbung kann verschiedene Ursachen haben. Eisen kann beispielsweise zu einer braunen Färbung beziehungsweise Rostbildung beitragen. Die genaue Ursache sollte jedoch durch eine entsprechende Untersuchung geklärt werden.

Ist Mangan im Brunnenwasser gefährlich?

Mangan kann natürlicherweise im Grundwasser vorkommen. Die Bedeutung eines gemessenen Wertes hängt von der Konzentration und dem jeweiligen Bewertungsmaßstab ab. Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass der entsprechende Parameterwert auch technisch-ästhetische Aspekte berücksichtigt.

Kann ich mein Brunnenwasser selbst testen?

Einfache Testkits können für einzelne Parameter einen ersten Hinweis liefern. Wenn Sie eine professionelle Untersuchung mehrerer mikrobiologischer und chemischer Parameter wünschen, ist eine Laboranalyse die zuverlässigere Möglichkeit.

Was mache ich bei einem positiven E.-coli-Test?

Ein Nachweis sollte ernst genommen und fachlich bewertet werden. Je nach Situation können eine Ursachenklärung, eine Kontrolluntersuchung und eine Abstimmung mit dem zuständigen Gesundheitsamt erforderlich sein.

Fazit: Brunnenwasser regelmäßig testen lassen

Brunnenwasser kann eine wertvolle und unabhängige Wasserquelle sein. Gleichzeitig hängt seine Qualität stark von den örtlichen Bedingungen, der Brunnenanlage und der Nutzung ab.

Wenn Sie Brunnenwasser als Trinkwasser verwenden, sollten Sie deshalb nicht allein nach Geschmack, Geruch oder Aussehen beurteilen, ob die Wasserqualität in Ordnung ist.

Eine professionelle Brunnenwasseranalyse kann unter anderem wichtige Informationen über:

  • E. coli

  • coliforme Keime

  • Enterokokken

  • Gesamtkeimzahl

  • Eisen

  • Mangan

  • Nitrit

  • Ammonium

  • Sulfat

  • pH-Wert

  • Leitfähigkeit

  • Trübung

  • Färbung

liefern.

Das Umweltbundesamt empfiehlt für eigene Brunnen und Quellen regelmäßige Analysen, um mögliche Schadstoffe oder Krankheitserreger erkennen zu können.

Wenn Sie wissen möchten, wie Ihr eigenes Brunnenwasser zusammengesetzt ist, können Sie jetzt einen passenden Test auswählen.

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