Wasseranalyse verstehen: So lesen und beurteilen Sie Ihren Laborbericht

Wasseranalyse verstehen: Ein Laborbericht kann auf den ersten Blick kompliziert wirken. Zahlen, Einheiten, Parameter, Grenzwerte und mikrobiologische Ergebnisse sind für viele Verbraucher nicht leicht einzuordnen. Dabei liefert eine professionelle Wasseranalyse wichtige Informationen über die Qualität Ihres Wassers.

Ob Leitungswasser, Trinkwasser oder Brunnenwasser – ein Laborbericht zeigt, welche Wasserwerte untersucht wurden und welche Konzentrationen beziehungsweise Untersuchungsergebnisse festgestellt wurden. Entscheidend ist jedoch nicht nur ein einzelner Zahlenwert, sondern die richtige Interpretation des gesamten Ergebnisses.

In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie einen Wasseranalyse-Laborbericht lesen, welche Wasserwerte besonders wichtig sind, was Grenzwerte bedeuten und wann eine professionelle Wasseruntersuchung sinnvoll ist.

Was ist eine Wasseranalyse?

Bei einer Wasseranalyse wird eine Wasserprobe im Labor auf bestimmte mikrobiologische, chemische oder physikalische Parameter untersucht.

Welche Parameter untersucht werden, hängt vom jeweiligen Wassertest und Untersuchungsziel ab. Bei Trinkwasser können beispielsweise mikrobiologische Parameter wie E. coli, coliforme Keime oder Enterokokken untersucht werden. Bei chemischen Untersuchungen können unter anderem Blei, Nickel, Eisen, Aluminium oder Sulfat eine Rolle spielen.

Das Ergebnis wird anschließend in einem Laborbericht dokumentiert.

Eine professionelle Wasseranalyse kann Ihnen beispielsweise helfen:

  • die Qualität Ihres Trinkwassers besser zu verstehen

  • auffällige Wasserwerte zu erkennen

  • mögliche Belastungen zu identifizieren

  • die Wasserqualität eines Brunnens zu beurteilen

  • Veränderungen der Wasserqualität festzustellen

  • gezielt über weitere Untersuchungen oder Maßnahmen nachzudenken

Wenn Sie Ihre eigene Wasserqualität überprüfen möchten, können Sie direkt mit einem passenden Wassertest für Ihre Wasserquelle beginnen.

Wasser testen lassen – passende Wasseranalyse auswählen

Wie sieht ein Wasseranalyse-Laborbericht aus?

Ein Laborbericht kann je nach Labor und Untersuchungsumfang unterschiedlich aufgebaut sein. Typischerweise finden Sie darin mehrere wichtige Informationen.

Dazu gehören beispielsweise:

Bestandteil Bedeutung
Probenbezeichnung Zu welcher Wasserprobe gehört das Ergebnis?
Probennahme Wann und gegebenenfalls wo wurde die Probe genommen?
Untersuchungsparameter Welche Wasserwerte wurden untersucht?
Ergebnis Welcher Messwert wurde festgestellt?
Einheit In welcher Einheit wird das Ergebnis angegeben?
Bewertungs- oder Grenzwert Mit welchem Referenzwert wird das Ergebnis verglichen?
Untersuchungsmethode Mit welchem Verfahren wurde analysiert?
Laborangaben Informationen zum untersuchenden Labor
Datum Zeitpunkt der Untersuchung bzw. Berichterstellung

Wichtig: Nicht jeder Laborbericht enthält für jeden Parameter denselben Referenzwert. Deshalb sollte ein Messwert immer zusammen mit seiner Einheit, dem untersuchten Parameter und dem angegebenen Bewertungsmaßstab betrachtet werden.

Die wichtigsten Bestandteile eines Laborberichts verstehen

1. Der Parameter

Der Parameter beschreibt, was im Wasser untersucht wurde.

Beispiele sind:

  • E. coli

  • coliforme Keime

  • Enterokokken

  • Legionellen

  • Pseudomonas aeruginosa

  • Eisen

  • Mangan

  • Aluminium

  • Blei

  • Nickel

  • Kupfer

  • Sulfat

  • Chlorid

  • Nitrit

  • Ammonium

  • pH-Wert

  • Wasserhärte

  • Leitfähigkeit

  • Trübung

Je nach Wassertest werden unterschiedliche Parameter untersucht.

Ein Brunnenwasser-Test kann beispielsweise andere Schwerpunkte haben als eine umfassende Untersuchung von Leitungswasser.

2. Das Ergebnis

In der Ergebnisspalte finden Sie den tatsächlich gemessenen Wert oder das Untersuchungsergebnis.

Bei chemischen Parametern kann beispielsweise eine Konzentration angegeben werden.

Bei mikrobiologischen Untersuchungen können dagegen andere Angaben verwendet werden, abhängig von der jeweiligen Untersuchungsmethode.

Ein Wert wie:

0,05 mg/l

ist deshalb ohne den dazugehörigen Parameter nicht aussagekräftig.

Die entscheidende Frage lautet immer:

Was wurde gemessen, in welcher Einheit und nach welchem Bewertungsmaßstab?

3. Die Einheit

Die Einheit zeigt, wie der Messwert ausgedrückt wird.

Häufig verwendete Einheiten bei Wasseranalysen sind beispielsweise:

  • mg/l – Milligramm pro Liter

  • µg/l – Mikrogramm pro Liter

  • KBE/100 ml – koloniebildende Einheiten pro 100 Milliliter bei bestimmten mikrobiologischen Untersuchungen

  • pH – dimensionsloser pH-Wert

  • µS/cm – Mikrosiemens pro Zentimeter bei der elektrischen Leitfähigkeit

Die Einheit ist besonders wichtig, weil ein Zahlenwert ohne Einheit leicht falsch interpretiert werden kann.

Beispiel:

0,1 mg/l und 0,1 µg/l sind nicht dasselbe.

Deshalb sollten Sie beim Lesen eines Laborberichts immer den vollständigen Eintrag betrachten.

4. Grenzwert, Parameterwert oder Referenzwert

Dieser Bereich sorgt besonders häufig für Verwirrung.

Ein Laborbericht kann einen Messwert mit einem entsprechenden Grenz-, Parameter- oder Referenzwert vergleichen.

Bei Trinkwasser gibt es gesetzlich geregelte Parameterwerte. Gleichzeitig gibt es auch weitere Bewertungs- und Orientierungswerte.

Deshalb bedeutet ein Laborwert nicht automatisch:

„Unter diesem Wert ist alles gut und über diesem Wert ist das Wasser sofort gefährlich.“

Die korrekte Bewertung hängt unter anderem vom Parameter, der Wasserart, dem Verwendungszweck, der Probenahme und dem jeweils geltenden Bewertungsmaßstab ab.

Wie interpretiert man einen Wasseranalyse-Wert richtig?

Eine gute Interpretation besteht aus mehreren Schritten.

Schritt 1: Parameter prüfen

Was wurde untersucht?

Beispiel:

Blei

Schritt 2: Ergebnis prüfen

Welcher Wert wurde gemessen?

Beispiel:

X µg/l

Schritt 3: Einheit prüfen

Ist der Wert in µg/l, mg/l oder einer anderen Einheit angegeben?

Schritt 4: Bewertungsmaßstab prüfen

Welcher Grenz- oder Referenzwert wird im Bericht angegeben?

Schritt 5: Ergebnis vergleichen

Liegt der gemessene Wert darunter, darüber oder innerhalb eines angegebenen Bewertungsbereichs?

Schritt 6: Kontext berücksichtigen

Wo wurde die Probe entnommen?

Zum Beispiel:

  • direkt am Wasserhahn

  • Küche

  • Badezimmer

  • Warmwasser

  • Kaltwasser

  • Brunnen

  • andere Entnahmestelle

Erst die Kombination dieser Informationen ermöglicht eine sinnvolle Beurteilung.

Sie möchten Ihre Leitungswasserqualität überprüfen?

Wenn Sie wissen möchten, welche mikrobiologischen und chemischen Parameter sich in Ihrem Leitungswasser befinden, ist ein umfassender Wassertest eine Möglichkeit, einen detaillierten Laborbericht zu erhalten.

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Der aktuell angebotene Leitungswassertest Komplett untersucht unter anderem Legionellen, E. coli, coliforme Keime, Enterokokken, Pseudomonas aeruginosa, Blei, Nickel, Eisen, Kupfer, Sulfat, Chlorid, Aluminium, Cadmium, Quecksilber, Wasserhärte und pH-Wert. Die Produktseite nennt außerdem eine Ergebniszeit von innerhalb von 14 Tagen nach Probeneingang.

Wasseranalyse lesen: Welche Werte sind besonders wichtig?

Nicht jeder Parameter ist für jede Wasserprobe gleich relevant.

Bei Trink- und Leitungswasser sind insbesondere mikrobiologische Parameter und bestimmte chemische Parameter von Bedeutung.

Mikrobiologische Parameter

Dazu können beispielsweise gehören:

  • E. coli

  • coliforme Keime

  • Enterokokken

  • Legionellen

  • Pseudomonas aeruginosa

  • Gesamtkeimzahl beziehungsweise GKZ

Mikrobiologische Untersuchungen spielen eine wichtige Rolle bei der Beurteilung der hygienischen Qualität von Wasser.

E. coli im Laborbericht

E. coli ist ein wichtiger mikrobiologischer Parameter bei der Beurteilung von Wasser.

Wenn E. coli in einer Wasserprobe nachgewiesen wird, sollte das Ergebnis nicht isoliert betrachtet werden. Entscheidend sind unter anderem:

  • das konkrete Untersuchungsergebnis

  • die untersuchte Wasserart

  • die Probenahmestelle

  • die angewandte Untersuchungsmethode

  • der entsprechende Bewertungsmaßstab

Ein mikrobiologischer Befund sollte deshalb bei Auffälligkeiten fachlich eingeordnet werden.

Coliforme Keime

Coliforme Bakterien können ebenfalls Bestandteil einer mikrobiologischen Wasseranalyse sein.

Ihr Nachweis sollte im Zusammenhang mit den anderen Untersuchungsergebnissen betrachtet werden.

Auffällige mikrobiologische Ergebnisse sind ein Grund, die Situation genauer zu untersuchen.

Legionellen

Legionellen sind Bakterien, die insbesondere bei bestimmten Warmwassersystemen relevant sein können.

Wenn ein Laborbericht Legionellen untersucht, sollte das Ergebnis zusammen mit den Angaben zur Probenahme und dem jeweiligen Bewertungsmaßstab betrachtet werden.

Wenn Sie gezielt auf Legionellen untersuchen möchten, können Sie einen speziellen Legionellen-Test verwenden:

Legionellen-Test ansehen

Blei im Wasseranalyse-Bericht

Blei gehört zu den Parametern, die bei einer chemischen Wasseranalyse untersucht werden können.

Ein erhöhter Bleiwert kann beispielsweise im Zusammenhang mit der Hausinstallation stehen.

Bei der Interpretation sollten Sie deshalb berücksichtigen:

  • Wo wurde die Probe genommen?

  • Handelt es sich um Kalt- oder Warmwasser?

  • Welche Leitungen und Armaturen befinden sich im Gebäude?

  • Welcher Wert wurde im Labor gemessen?

  • Welcher Bewertungsmaßstab gilt für die Untersuchung?

Ein auffälliger Messwert sollte nicht einfach ignoriert werden.

Nickel im Wasser

Nickel kann ebenfalls Bestandteil einer Wasseranalyse sein.

Bei der Bewertung ist neben dem gemessenen Wert insbesondere die Entnahmestelle relevant.

Wenn beispielsweise Wasser direkt am Verbraucher untersucht wird, kann die Hausinstallation bei bestimmten Parametern eine wichtige Rolle spielen.

Eisen im Laborbericht

Eisen gehört zu den häufig untersuchten Wasserparametern, insbesondere bei Brunnenwasser.

Ein erhöhter Eisenanteil kann sich beispielsweise durch:

  • gelbliche oder bräunliche Verfärbungen

  • Ablagerungen

  • metallischen Geschmack

bemerkbar machen.

Allerdings sollte auch hier nicht ausschließlich nach dem Aussehen des Wassers beurteilt werden. Eine Laboranalyse liefert wesentlich konkretere Informationen.

Mangan im Wasseranalyse-Bericht

Mangan ist insbesondere bei Brunnenwasser ein interessanter Parameter.

Wenn Sie einen eigenen Brunnen nutzen, kann eine professionelle Brunnenwasseranalyse helfen, die chemische und mikrobiologische Beschaffenheit des Wassers besser zu beurteilen.

Ein einzelner Messwert sollte immer im Zusammenhang mit den anderen Ergebnissen betrachtet werden.

Nutzen Sie einen eigenen Brunnen?

Wenn Ihr Wasser aus einem privaten Brunnen stammt, ist ein speziell darauf abgestimmter Test sinnvoller als eine allgemeine Betrachtung von Leitungswasser.

Brunnenwasser-Test ansehen

Der aktuelle Brunnenwasser-Test umfasst unter anderem Untersuchungen auf E. coli, coliforme Keime, Enterokokken, GKZ, Trübung, Färbung, pH-Wert, Leitfähigkeit, Eisen, Mangan, Nitrit, Ammonium und Sulfat.

Aluminium im Wasseranalyse-Bericht

Aluminium kann ebenfalls Bestandteil einer gezielten Wasseranalyse sein.

Dabei gilt:

Der Nachweis von Aluminium bedeutet nicht automatisch, dass Wasser gesundheitlich bedenklich ist.

Entscheidend sind die gemessene Konzentration, der geltende Bewertungsmaßstab und der Verwendungszweck des Wassers.

Mehr über Aluminium im Wasser erfahren

pH-Wert richtig verstehen

Der pH-Wert beschreibt eine chemische Eigenschaft des Wassers.

Ein Laborbericht kann beispielsweise einen konkreten pH-Wert ausweisen.

Der pH-Wert sollte jedoch nicht isoliert interpretiert werden. Für die Beurteilung der Wasserqualität können zusätzlich andere Parameter wie Leitfähigkeit, Wasserhärte oder bestimmte chemische Inhaltsstoffe relevant sein.

Wasserhärte im Laborbericht

Die Gesamtwasserhärte gibt Hinweise auf die Beschaffenheit des Wassers hinsichtlich der darin enthaltenen Härtebildner.

Für Verbraucher ist die Wasserhärte insbesondere wegen:

  • Kalkablagerungen

  • Haushaltsgeräten

  • Armaturen

  • Waschmitteln

interessant.

Ein hartes Wasser ist jedoch nicht automatisch ein Zeichen für eine schlechte Wasserqualität.

Leitfähigkeit

Die elektrische Leitfähigkeit wird häufig bei Wasseranalysen verwendet, insbesondere bei der Beurteilung von Brunnenwasser.

Sie kann Hinweise auf die Menge gelöster beziehungsweise elektrisch leitfähiger Stoffe geben.

Auch hier gilt:

Die Leitfähigkeit allein sagt nicht aus, ob Wasser gesundheitlich unbedenklich ist.

Sie ist ein Parameter, der zusammen mit anderen Ergebnissen betrachtet werden sollte.

Trübung und Färbung

Wenn Wasser ungewöhnlich trüb oder verfärbt aussieht, kann eine Untersuchung von Parametern wie:

  • Trübung

  • Färbung

  • Eisen

  • Mangan

  • mikrobiologischen Parametern

sinnvoll sein.

Eine sichtbare Veränderung des Wassers sollte nicht automatisch einer bestimmten Ursache zugeordnet werden.

Ein Laborbericht kann dabei helfen, die Wasserqualität objektiver zu beurteilen.

Wasseranalyse verstehen: Ein Beispiel

Nehmen wir an, ein Laborbericht enthält folgende Angaben:

Parameter Ergebnis Einheit Bewertungsmaßstab
Eisen 0,20 mg/l siehe Bericht
Mangan 0,03 mg/l siehe Bericht
pH-Wert 7,4 siehe Bericht
Leitfähigkeit 450 µS/cm siehe Bericht
E. coli nicht nachgewiesen siehe Bericht

Was können Sie daraus erkennen?

Zunächst sehen Sie, welche Parameter untersucht wurden.

Dann können Sie die jeweiligen Ergebnisse mit den im Laborbericht angegebenen Bewertungsmaßstäben vergleichen.

Aber:

Aus dieser Tabelle allein sollte keine vollständige gesundheitliche Bewertung des Wassers abgeleitet werden.

Dafür muss der komplette Untersuchungsumfang, die Probenahme und der jeweils gültige Bewertungsmaßstab berücksichtigt werden.

Was bedeutet „nicht nachgewiesen“?

Bei mikrobiologischen Untersuchungen kann im Laborbericht beispielsweise „nicht nachgewiesen“ stehen.

Das bedeutet nicht dasselbe wie ein chemischer Messwert von „0,00“.

Vielmehr beschreibt es das Ergebnis im Rahmen der jeweiligen Untersuchungsmethode und Nachweisgrenze.

Deshalb sollten Sie die Erläuterungen des Labors und die verwendete Untersuchungsmethode beachten.

Was bedeutet „unter der Nachweisgrenze“?

Ein Labor kann bei bestimmten Parametern angeben, dass ein Stoff unterhalb der Nachweisgrenze liegt.

Das bedeutet, dass der Stoff mit der verwendeten Methode nicht in einer Konzentration nachgewiesen werden konnte, die oberhalb der jeweiligen Nachweisgrenze liegt.

Das ist etwas anderes als die Aussage, dass absolut kein Stoff vorhanden ist.

Diese Unterscheidung ist bei der Interpretation von Laborergebnissen wichtig.

Was bedeutet eine Grenzwertüberschreitung?

Eine Überschreitung eines im Bericht angegebenen Grenz- oder Parameterwertes sollte ernst genommen und fachlich eingeordnet werden.

Wichtig ist jedoch:

Eine Grenzwertüberschreitung bedeutet nicht automatisch, dass sofort eine akute Gesundheitsgefahr besteht.

Die Bedeutung hängt vom jeweiligen Parameter und vom geltenden Bewertungsmaßstab ab.

Bei einem auffälligen Ergebnis sollten Sie daher:

  1. den betroffenen Parameter identifizieren

  2. den genauen Messwert prüfen

  3. die Einheit kontrollieren

  4. den angegebenen Bewertungsmaßstab prüfen

  5. die Probenahmestelle berücksichtigen

  6. gegebenenfalls eine fachliche Rückfrage beim Labor stellen

Was tun, wenn ein Wasserwert auffällig ist?

Ein auffälliger Laborwert ist zunächst ein Hinweis, der genauer betrachtet werden sollte.

Je nach Parameter können unterschiedliche nächste Schritte sinnvoll sein.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Rücksprache mit dem Labor

  • Überprüfung der Probenahme

  • erneute Wasseranalyse

  • Untersuchung einer weiteren Entnahmestelle

  • Prüfung der Hausinstallation

  • Untersuchung des Brunnens

  • gegebenenfalls fachliche Beratung

Welche Maßnahme sinnvoll ist, hängt vom konkreten Parameter und Ergebnis ab.

Wenn Sie noch keine Analyse durchgeführt haben, ist eine professionelle Wasseruntersuchung der erste sinnvolle Schritt, bevor Sie gezielt Maßnahmen wie einen Wasserfilter auswählen.

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Wasseranalyse und Hausinstallation

Bei Leitungswasser ist es wichtig, zwischen der Wasserqualität des öffentlichen Versorgungsnetzes und der Wasserqualität am eigenen Wasserhahn zu unterscheiden.

Das Wasser kann das Gebäude in einer bestimmten Qualität erreichen. Auf dem Weg bis zum Wasserhahn können jedoch auch die Hausinstallation, Leitungen, Armaturen oder andere Faktoren eine Rolle spielen.

Deshalb kann eine Untersuchung direkt am Verbraucher sinnvoll sein, wenn Sie die Wasserqualität an Ihrer konkreten Entnahmestelle beurteilen möchten.

Leitungswasser direkt zu Hause untersuchen lassen

Wenn Sie Ihre Wasserqualität am eigenen Wasserhahn umfassender überprüfen möchten, können Sie sich über den aktuellen Kompletttest informieren.

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Der Test wird laut Produktseite mit Proben aus dem häuslichen Umfeld durchgeführt und umfasst eine umfangreiche Auswahl mikrobiologischer und chemischer Parameter.

Wasseranalyse bei Brunnenwasser

Bei Brunnenwasser ist die Situation anders als bei zentral versorgtem Trinkwasser.

Die Wasserqualität eines privaten Brunnens kann von verschiedenen Faktoren beeinflusst werden, beispielsweise:

  • geologischen Bedingungen

  • Grundwasser

  • landwirtschaftlicher Nutzung

  • Umgebung des Brunnens

  • Zustand der Brunnenanlage

  • Witterung

  • möglichen Einträgen aus der Umgebung

Deshalb kann eine professionelle Brunnenwasseranalyse sinnvoll sein, wenn Sie Ihr Brunnenwasser regelmäßig oder anlassbezogen beurteilen möchten.

Brunnenwasser professionell testen lassen

Der aktuelle Wassertest Brunnenwasser ist speziell auf die Untersuchung von Brunnenwasser ausgerichtet und umfasst mikrobiologische, chemische und physikalische Parameter.

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So erhalten Sie einen Laborbericht, mit dem Sie die untersuchten Wasserwerte nachvollziehen und auffällige Ergebnisse gezielter einordnen können.

Wie lese ich meinen Wasseranalyse-Bericht Schritt für Schritt?

Wenn Sie Ihren Laborbericht vor sich haben, können Sie nach diesem einfachen Schema vorgehen:

1. Wasserart bestimmen

Handelt es sich um:

  • Leitungswasser?

  • Trinkwasser?

  • Brunnenwasser?

  • Poolwasser?

  • Teichwasser?

2. Probenahmestelle prüfen

Wo wurde die Probe entnommen?

3. Untersuchungsumfang ansehen

Welche Parameter wurden tatsächlich untersucht?

4. Ergebnisse kontrollieren

Welche Werte wurden gemessen?

5. Einheiten prüfen

Sind die Werte in mg/l, µg/l, KBE/100 ml, µS/cm oder einer anderen Einheit angegeben?

6. Referenzwerte lesen

Welche Grenz-, Parameter- oder Referenzwerte werden im Bericht genannt?

7. Auffälligkeiten markieren

Welche Werte liegen außerhalb des angegebenen Bewertungsbereichs?

8. Gesamtergebnis betrachten

Nicht nur einen einzelnen Wert betrachten, sondern den gesamten Laborbericht.

Warum ein einzelner Wasserwert nicht alles sagt

Eine Wasseranalyse besteht aus mehreren Informationen.

Beispielsweise kann ein Wasser einen unauffälligen pH-Wert aufweisen, aber bei einem anderen Parameter auffällig sein.

Umgekehrt bedeutet ein ungewöhnlicher Wert bei einem einzelnen Parameter nicht automatisch, dass das gesamte Wasser problematisch ist.

Deshalb ist die Gesamtbetrachtung der Wasseranalyse besonders wichtig.

Wie zuverlässig ist eine professionelle Wasseranalyse?

Die Aussagekraft einer Wasseranalyse hängt nicht nur vom Labor ab.

Auch die korrekte Probenahme spielt eine wichtige Rolle.

Eine Wasserprobe sollte deshalb entsprechend den Vorgaben des Labors entnommen und behandelt werden.

Bei professionellen Untersuchungen erhalten Kunden häufig geeignete Probengefäße und Anweisungen für die Probenahme.

Wenn Sie eine Wasserprobe untersuchen lassen möchten, sollten Sie die Anweisungen des jeweiligen Labors genau befolgen.

Wie lange dauert eine Wasseranalyse?

Die Bearbeitungszeit hängt von:

  • Untersuchungsumfang

  • Parameter

  • Labor

  • Untersuchungsmethode

  • Probeneingang

ab.

Bei unserem Leitungswassertest Komplett werden die Ergebnisse aktuell innerhalb von etwa 14 Tagen angegeben, wobei die Analyse selbst ungefähr 10 Arbeitstage dauern kann.

Beim aktuellen Brunnenwasser-Test wird ebenfalls eine Ergebniszeit von etwa 14 Tagen angegeben.

Wer kann einen Wasseranalyse-Laborbericht erklären?

Wenn Sie einen Laborbericht nicht eindeutig verstehen, sollten Sie zunächst die Erläuterungen des Labors prüfen.

Bei konkreten Fragen können Sie sich außerdem direkt an das untersuchende Labor wenden.

Besonders bei auffälligen mikrobiologischen oder chemischen Ergebnissen sollte nicht allein anhand einer allgemeinen Internetinformation entschieden werden, welche Maßnahmen erforderlich sind.

Wasseranalyse verstehen: Was ist ein gutes Ergebnis?

Ein „gutes Ergebnis“ lässt sich nicht durch eine einzige Zahl definieren.

Ein aussagekräftiger Laborbericht sollte immer im Zusammenhang mit:

  • dem untersuchten Wasser

  • dem Parameter

  • dem Messwert

  • der Einheit

  • dem Bewertungsmaßstab

  • der Probenahmestelle

  • der Untersuchungsmethode

betrachtet werden.

Wann sollte man eine Wasseranalyse durchführen lassen?

Eine Wasseranalyse kann insbesondere dann sinnvoll sein, wenn:

  • das Wasser ungewöhnlich riecht

  • das Wasser ungewöhnlich schmeckt

  • das Wasser verfärbt ist

  • das Wasser trüb erscheint

  • Sie einen eigenen Brunnen nutzen

  • die Hausinstallation älter ist

  • Sie eine mögliche Belastung vermuten

  • sich die Wasserqualität verändert hat

  • Sie nach einer Sanierung die Wasserqualität überprüfen möchten

  • Sie bestimmte Wasserwerte gezielt untersuchen lassen möchten

Auch ohne sichtbare Auffälligkeiten kann eine Untersuchung sinnvoll sein, wenn Sie mehr über die tatsächliche Wasserbeschaffenheit an Ihrer Entnahmestelle erfahren möchten.

Wasseranalyse oder Wasserfilter – was kommt zuerst?

Wenn Sie über die Anschaffung eines Wasserfilters nachdenken, kann es sinnvoll sein, zuerst die Wasserqualität zu kennen.

Warum?

Ein Filter sollte möglichst zu dem tatsächlichen Problem passen.

Wenn beispielsweise gar nicht bekannt ist, welcher Parameter auffällig ist, besteht die Gefahr, dass ein Filter gekauft wird, der für das eigentliche Problem nicht geeignet ist.

Eine Wasseranalyse kann daher eine bessere Entscheidungsgrundlage schaffen.

→ Erst Wasser analysieren, dann gezielt handeln.

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Wasseranalyse verstehen: Die wichtigsten Begriffe auf einen Blick

Begriff Bedeutung
Parameter Der untersuchte Bestandteil oder die untersuchte Eigenschaft
Messwert Das vom Labor ermittelte Ergebnis
Einheit Angabe, in welcher Einheit das Ergebnis ausgedrückt wird
Grenzwert Gesetzlich beziehungsweise regulatorisch festgelegter Wert, sofern zutreffend
Referenzwert Vergleichswert für die Beurteilung eines Ergebnisses
Nachweisgrenze Niedrigste Konzentration, die mit einer bestimmten Methode zuverlässig nachgewiesen werden kann
Mikrobiologie Untersuchung auf bestimmte Mikroorganismen bzw. hygienische Indikatoren
Chemische Analyse Untersuchung auf chemische Stoffe und Eigenschaften
Probenahme Entnahme der Wasserprobe zur Untersuchung
Laborbericht Dokumentation der Untersuchungsergebnisse

Häufige Fehler beim Lesen einer Wasseranalyse

Fehler 1: Nur auf einen Wert schauen

Ein einzelner Parameter beschreibt nicht automatisch die gesamte Wasserqualität.

Fehler 2: Einheit ignorieren

mg/l und µg/l sind beispielsweise nicht gleich.

Fehler 3: Grenzwert mit Gesundheitsgarantie verwechseln

Grenz- und Parameterwerte müssen im jeweiligen regulatorischen Kontext verstanden werden.

Fehler 4: Probenahmestelle ignorieren

Die Wasserqualität kann je nach Entnahmestelle unterschiedlich untersucht werden.

Fehler 5: „Nicht nachgewiesen“ mit „absolut nicht vorhanden“ gleichsetzen

Ein solcher Befund bezieht sich auf die jeweilige Untersuchungsmethode und Nachweisgrenze.

Fehler 6: Auffällige Werte ohne Rückfrage selbst interpretieren

Bei relevanten Abweichungen sollte der Laborbericht fachlich eingeordnet werden.

FAQ: Wasseranalyse verstehen

Was bedeutet ein Wasseranalyse-Laborbericht?

Ein Wasseranalyse-Laborbericht dokumentiert die Ergebnisse einer Untersuchung einer Wasserprobe. Er zeigt unter anderem, welche Parameter untersucht wurden und welche Messwerte festgestellt wurden.

Wie kann ich meinen Wasseranalyse-Bericht lesen?

Beginnen Sie mit dem Parameter, prüfen Sie anschließend Ergebnis und Einheit und vergleichen Sie den Wert mit dem im Bericht angegebenen Bewertungsmaßstab.

Was bedeutet „nicht nachgewiesen“ bei einer Wasseranalyse?

„Nicht nachgewiesen“ bedeutet, dass der untersuchte Stoff oder Mikroorganismus mit der verwendeten Untersuchungsmethode nicht oberhalb der jeweiligen Nachweisgrenze festgestellt wurde.

Was bedeutet eine Grenzwertüberschreitung?

Eine Grenzwertüberschreitung bedeutet, dass der gemessene Wert über dem für diesen Parameter angegebenen Grenz- oder Parameterwert liegt. Die konkrete Bedeutung sollte anhand des jeweiligen Parameters und Bewertungsmaßstabs beurteilt werden.

Ist ein einzelner auffälliger Wasserwert automatisch gefährlich?

Nicht unbedingt. Die Bedeutung hängt vom Parameter, der Konzentration, dem Bewertungsmaßstab, der Wasserart und weiteren Umständen ab.

Welche Wasserwerte sollte man testen lassen?

Das hängt von der Wasserquelle und dem Untersuchungsziel ab. Bei Leitungswasser können beispielsweise mikrobiologische Parameter, Schwermetalle und weitere chemische Werte relevant sein. Bei Brunnenwasser können zusätzlich Parameter wie Mangan, Nitrit, Ammonium und Leitfähigkeit interessant sein.

Kann ich meinen Wasseranalyse-Bericht selbst interpretieren?

Grundlegende Informationen können Sie meist selbst nachvollziehen. Bei auffälligen oder schwer verständlichen Ergebnissen sollte jedoch das untersuchende Labor oder eine geeignete Fachstelle einbezogen werden.

Wo kann ich mein Wasser professionell analysieren lassen?

Sie können eine professionelle Wasserprobe an ein geeignetes Labor beziehungsweise einen Anbieter für Wasseranalysen senden. Wichtig ist, dass die Probenahme entsprechend den Vorgaben durchgeführt wird.

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Wie wichtig ist die richtige Probenahme?

Sehr wichtig. Eine falsch entnommene oder falsch behandelte Probe kann die Aussagekraft einer Untersuchung beeinträchtigen. Deshalb sollten die Anweisungen des Labors genau beachtet werden.

Sollte man Leitungswasser und Brunnenwasser gleich untersuchen?

Nein, nicht unbedingt. Die geeigneten Untersuchungsparameter hängen von der Wasserquelle und dem jeweiligen Untersuchungsziel ab.

Fazit: Wasseranalyse richtig verstehen

Ein Wasseranalyse-Laborbericht kann viele wichtige Informationen über die Qualität einer Wasserprobe liefern. Entscheidend ist jedoch, die einzelnen Angaben richtig einzuordnen.

Achten Sie insbesondere auf:

  • den untersuchten Parameter

  • den Messwert

  • die Einheit

  • den angegebenen Bewertungsmaßstab

  • die Probenahmestelle

  • die Untersuchungsmethode

  • das Gesamtergebnis

Ein einzelner Wert sollte niemals isoliert betrachtet werden.

Wenn Sie wissen möchten, welche Wasserwerte in Ihrem konkreten Fall relevant sind, kann eine professionelle Wasseranalyse eine gute Grundlage für die weitere Beurteilung sein.

Wasserqualität professionell untersuchen lassen

Möchten Sie wissen, welche Werte sich tatsächlich in Ihrem Wasser befinden?

Dann müssen Sie nicht raten. Lassen Sie eine Wasserprobe professionell untersuchen und erhalten Sie einen Laborbericht mit den untersuchten Parametern und den festgestellten Ergebnissen.

Für Leitungswasser

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Für Brunnenwasser

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Der Test ist speziell auf Brunnenwasser ausgerichtet und untersucht unter anderem mikrobiologische, chemische und physikalische Parameter.

Bei gezieltem Legionellen-Verdacht

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