Wasserprobe richtig entnehmen: Die häufigsten Fehler und wie man sie vermeidet

Eine professionelle Wasseranalyse kann nur so aussagekräftig sein wie die Wasserprobe, die untersucht wird.

Wer sein Leitungswasser, Brunnenwasser oder Trinkwasser im Labor untersuchen lassen möchte, sollte deshalb bereits bei der Probenentnahme sorgfältig vorgehen. Eine falsch entnommene, verunreinigte oder nicht passend behandelte Probe kann die Aussagekraft der Untersuchung beeinträchtigen.

Doch wie nimmt man eine Wasserprobe richtig? Welche Fehler sollte man vermeiden? Muss der Wasserhahn vorher gereinigt werden? Wie lange sollte das Wasser laufen? Und was ist beim Versand der Probe zu beachten?

In diesem Ratgeber erfahren Sie, worauf Sie bei der Wasserprobenahme achten sollten und wie Sie typische Fehler vermeiden.

Wichtig: Die genaue Vorgehensweise hängt vom Untersuchungszweck und vom jeweiligen Labor ab. Bei Untersuchungen nach der Trinkwasserverordnung gelten spezielle Vorgaben für Probenahme und Untersuchungsverfahren.

Wasserprobe richtig entnehmen – das Wichtigste auf einen Blick

Damit eine Wasserprobe möglichst zuverlässig untersucht werden kann, sollten Sie vor allem folgende Punkte beachten:

  • Verwenden Sie ausschließlich die vom Labor vorgesehenen Probengefäße.

  • Befolgen Sie die Anweisungen des Labors genau.

  • Verwenden Sie keine beliebigen Haushaltsflaschen.

  • Berühren Sie die Innenseite des Probengefäßes oder Verschlusses nicht.

  • Vermischen Sie unterschiedliche Wasserarten nicht miteinander.

  • Entnehmen Sie die Probe an der vorgesehenen Entnahmestelle.

  • Beachten Sie die Vorgaben für Stagnation und Spülung.

  • Verschließen Sie das Probengefäß unmittelbar nach der Entnahme.

  • Beschriften und dokumentieren Sie die Probe entsprechend den Laborvorgaben.

  • Versenden Sie die Probe so, wie es das Labor vorgibt.

  • Bei mikrobiologischen Untersuchungen ist eine besonders sorgfältige und hygienische Vorgehensweise wichtig.

Bei einer professionellen Wasseranalyse erhalten Sie deshalb normalerweise konkrete Anweisungen zur Probenahme.

Warum ist die richtige Wasserprobenahme so wichtig?

Eine Wasserprobe soll möglichst genau das Wasser repräsentieren, das untersucht werden soll.

Wenn beispielsweise die Wasserqualität eines bestimmten Wasserhahns untersucht werden soll, muss die Probe entsprechend diesem Untersuchungsziel genommen werden.

Die Trinkwasserverordnung schreibt vor, dass Trinkwasserproben grundsätzlich an der Stelle der Einhaltung der Anforderungen genommen werden. Für bestimmte Untersuchungen können außerdem besondere Anforderungen an die Probenahme gelten.

Bei einer privaten Wasseranalyse ist deshalb die Frage entscheidend:

Was möchte ich eigentlich herausfinden?

Möchten Sie wissen:

  • welche Wasserwerte direkt an Ihrem Wasserhahn vorliegen?

  • ob bestimmte Schwermetalle vorhanden sind?

  • ob mikrobiologische Auffälligkeiten bestehen?

  • wie die Qualität Ihres Brunnenwassers ist?

  • ob eine Hausinstallation die Wasserqualität beeinflusst?

Je nach Fragestellung kann die geeignete Probenahme unterschiedlich sein.

Die 10 häufigsten Fehler bei der Wasserprobenahme

1. Eine beliebige Flasche verwenden

Einer der häufigsten Fehler ist die Verwendung einer normalen Mineralwasser- oder Getränkeflasche.

Das kann problematisch sein, weil eine solche Flasche möglicherweise Rückstände enthält oder nicht für die jeweilige Laboranalyse geeignet ist.

Besser: Verwenden Sie ausschließlich das vom Labor bereitgestellte oder ausdrücklich freigegebene Probengefäß.

Für mikrobiologische Untersuchungen sind insbesondere sterile Gefäße erforderlich.

2. Das Probengefäß innen berühren

Die Innenseite des Probengefäßes sollte nicht mit den Händen berührt werden.

Auch der Deckel beziehungsweise die Innenseite des Verschlusses sollte sauber bleiben.

Schon kleine Verunreinigungen können bei mikrobiologischen Untersuchungen relevant sein.

Deshalb gilt:

Probengefäß erst unmittelbar vor der Entnahme öffnen und nach der Entnahme sofort wieder verschließen.

3. Wasserhahn oder Auslauf nicht entsprechend vorbereiten

Je nach Untersuchungsziel kann die Vorbereitung der Entnahmestelle eine wichtige Rolle spielen.

Bei offiziellen beziehungsweise normgerechten Untersuchungen gibt es hierfür konkrete Vorgaben.

Das Umweltbundesamt beschreibt beispielsweise für bestimmte systemische Untersuchungen, dass Entnahmestellen vorbereitet und Auslaufarmaturen entsprechend behandelt werden müssen. Die konkrete Vorgehensweise hängt jedoch von der Untersuchung ab.

Bei einem privaten Wassertest sollten Sie deshalb nicht einfach eigene Reinigungs- oder Desinfektionsmaßnahmen durchführen, sondern genau die Anleitung des beauftragten Labors befolgen.

4. Den Wasserhahn vorher lange laufen lassen – obwohl eine Stagnationsprobe gewünscht ist

Das ist ein besonders wichtiger Punkt.

Ob das Wasser vor der Probenahme laufen soll oder ob bewusst eine Stagnationsprobe genommen werden soll, hängt von der Fragestellung ab.

Wenn Sie beispielsweise wissen möchten, wie sich Wasser nach einer längeren Standzeit in der Hausinstallation darstellt, wäre eine lange Spülung vor der Probenahme kontraproduktiv.

Bei bestimmten Untersuchungen auf Metalle gelten wiederum spezielle Probenahmeverfahren. Die Trinkwasserverordnung sieht beispielsweise für Untersuchungen auf Blei, Kupfer und Nickel in Trinkwasserinstallationen eine repräsentative Probenahme vor, die sich an der durchschnittlichen wöchentlichen Aufnahme orientiert.

Deshalb niemals selbst entscheiden, wie lange gespült werden soll, wenn das Labor bereits eine konkrete Anleitung vorgibt.

5. Warmwasser und Kaltwasser miteinander vermischen

Warmwasser und Kaltwasser sind bei einer Wasseranalyse nicht automatisch gleich zu behandeln.

Die beiden Wasserbereiche können unterschiedliche Bedingungen in der Installation haben.

Das Umweltbundesamt weist bei bestimmten Untersuchungen ausdrücklich darauf hin, dass Trinkwasser warm und kalt getrennt beprobt werden sollen.

Wenn Sie also wissen möchten, ob Ihr kaltes Trinkwasser oder Ihr warmes Trinkwasser untersucht werden soll, sollten Sie die Vorgaben des jeweiligen Tests beachten.

6. Einen Mischwasserhahn falsch verwenden

Bei Einhebelmischbatterien können Warm- und Kaltwasser miteinander vermischt werden.

Das kann die Aussagekraft einer Probe verändern, wenn eigentlich nur eine bestimmte Wasserleitung untersucht werden soll.

Bei bestimmten professionellen Untersuchungen muss deshalb darauf geachtet werden, dass kein unbeabsichtigtes Mischwasser beprobt wird.

Für private Testkits gilt auch hier:

Folgen Sie der mitgelieferten Anleitung und kontaktieren Sie das Labor, wenn die vorgesehene Entnahmestelle technisch nicht geeignet ist.

7. Das falsche Probengefäß für den falschen Parameter verwenden

Nicht jede Wasserprobe wird auf dieselbe Weise untersucht.

Je nach Parameter können unterschiedliche:

  • Probengefäße

  • Füllmengen

  • Konservierungen

  • Transportbedingungen

  • Probenahmeverfahren

erforderlich sein.

Deshalb sollte niemals ein Probengefäß aus einem anderen Wassertest verwendet werden, nur weil es optisch ähnlich aussieht.

8. Das Probengefäß nicht vollständig oder falsch befüllen

Auch die Füllmenge kann für die Untersuchung relevant sein.

Wenn das Labor eine bestimmte Menge Wasser verlangt, sollte diese Vorgabe eingehalten werden.

Ebenso sollte die Flasche nicht überfüllt werden, wenn dadurch die vorgesehene Handhabung oder Transportweise beeinträchtigt wird.

Die mitgelieferte Anleitung des Labors hat immer Vorrang.

9. Die Wasserprobe zu spät zum Labor schicken

Nach der Probenahme beginnt der Transportweg.

Gerade bei mikrobiologischen Untersuchungen kann die Zeit zwischen Probenahme und Untersuchung eine wichtige Rolle spielen.

Die Trinkwasserverordnung legt für Untersuchungen nach der Verordnung Anforderungen an Probenahme und Untersuchungsverfahren fest. Für bestimmte mikrobiologische Untersuchungen gelten definierte Verfahren beziehungsweise anerkannte Regeln der Technik.

Bei einem privaten Test sollten Sie daher genau die Versandvorgaben des Labors einhalten.

Wenn das Labor beispielsweise eine Absendung am selben Tag verlangt, sollte die Probe nicht mehrere Tage zu Hause liegen.

10. Die Probe falsch beschriften oder nicht dokumentieren

Eine Wasserprobe sollte eindeutig zugeordnet werden können.

Je nach Test können beispielsweise folgende Informationen wichtig sein:

  • Entnahmestelle

  • Datum

  • Uhrzeit

  • Art des Wassers

  • Probe- oder Auftragsnummer

Bei gesetzlich geregelten Untersuchungen sind Angaben zur Entnahmestelle, zum Zeitpunkt und zum Probenahmeverfahren ausdrücklich Teil der Dokumentation.

Bei einem privaten Test sollten Sie deshalb die Angaben auf dem Probenbegleitschein beziehungsweise in der Anleitung vollständig ausfüllen.

Wasserprobe Schritt für Schritt richtig entnehmen

Die folgende Vorgehensweise dient als allgemeine Orientierung.

Wichtig: Wenn Ihr Labor eine abweichende Anleitung mit dem Testkit liefert, ist diese Anleitung maßgeblich.

Schritt 1: Testkit vorbereiten

Legen Sie alle Bestandteile des Probenahmesets bereit.

Dazu können je nach Test gehören:

  • Probenflasche

  • weitere Probengefäße

  • Handschuhe

  • Desinfektionsmaterial

  • Probenbegleitschein

  • Verpackungsmaterial

  • Versandunterlagen

Schritt 2: Entnahmestelle auswählen

Verwenden Sie die vom Labor vorgesehene Entnahmestelle.

Bei einem Leitungswassertest kann beispielsweise zwischen:

  • Küche

  • Badezimmer

  • Kaltwasser

  • Warmwasser

unterschieden werden.

Bei einer Untersuchung bestimmter Parameter kann der genaue Entnahmeort entscheidend sein.

Schritt 3: Anleitung zur Vorbereitung der Entnahmestelle befolgen

Bereiten Sie den Wasserhahn genau so vor, wie es das Labor vorgibt.

Verwenden Sie keine zusätzlichen Reinigungs- oder Desinfektionsmittel, wenn diese nicht vorgesehen sind.

Schritt 4: Probengefäß öffnen

Öffnen Sie das Gefäß erst unmittelbar vor der Probenahme.

Vermeiden Sie jede Berührung der Innenseite.

Schritt 5: Wasserprobe entnehmen

Entnehmen Sie die Probe entsprechend den Vorgaben des Tests.

Achten Sie auf:

  • richtige Wassersorte

  • richtige Entnahmestelle

  • richtige Füllmenge

  • richtige Reihenfolge bei mehreren Proben

Schritt 6: Gefäß sofort verschließen

Nach der Entnahme sollte das Gefäß unmittelbar und sicher verschlossen werden.

Kontrollieren Sie, dass der Deckel richtig sitzt und die Probe nicht auslaufen kann.

Schritt 7: Probe dokumentieren

Füllen Sie die erforderlichen Angaben vollständig aus.

Achten Sie besonders auf die eindeutige Zuordnung der Probe.

Schritt 8: Probe richtig verpacken

Verpacken Sie die Probe entsprechend den Versandvorgaben des Labors.

Bei bestimmten Untersuchungen können besondere Transportbedingungen erforderlich sein.

Schritt 9: Probe möglichst schnell versenden

Versenden Sie die Probe entsprechend den Angaben des Labors.

Bei zeitkritischen Untersuchungen sollte die Probe nicht unnötig lange gelagert werden.

Wasserprobe für Leitungswasser entnehmen

Bei Leitungswasser kann die Probenahme je nach Untersuchungsziel unterschiedlich sein.

Wenn Sie beispielsweise die Wasserqualität an einem bestimmten Wasserhahn überprüfen möchten, ist die Probe direkt an dieser Entnahmestelle relevant.

Bei einer umfassenden Untersuchung sollten Sie außerdem genau beachten, ob das Testkit separate Proben für Warm- und Kaltwasser vorsieht.

Der Leitungswassertest Komplett von WirtestenIhrWasser enthält beispielsweise ein Probenahmeset für die Untersuchung von warmem Trinkwasser im Badezimmer und kaltem Trinkwasser in der Küche.

Leitungswassertest Komplett ansehen

Wasserprobe für Brunnenwasser entnehmen

Bei Brunnenwasser sollte die Probe ebenfalls nach den Vorgaben des jeweiligen Tests entnommen werden.

Brunnenwasser kann je nach Standort und Umgebung unterschiedliche Eigenschaften aufweisen. Deshalb ist es wichtig, eine Probe zu gewinnen, die für die gewünschte Untersuchung geeignet ist.

Der Brunnenwasser-Test von WirtestenIhrWasser untersucht unter anderem:

  • E. coli

  • coliforme Keime

  • Enterokokken

  • GKZ 22/36 °C

  • Trübung

  • Färbung

  • pH-Wert

  • Leitfähigkeit

  • Eisen

  • Mangan

  • Nitrit

  • Ammonium

  • Sulfat

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Wasserprobe auf Legionellen – besondere Anforderungen

Eine Untersuchung auf Legionellen sollte nicht wie ein beliebiger Wassertest behandelt werden.

Bei Untersuchungen nach der Trinkwasserverordnung gelten spezielle Anforderungen an Probenahme und Untersuchungsverfahren. Für Legionellen verweist die Trinkwasserverordnung ausdrücklich auf die entsprechenden Regeln und die Empfehlung des Umweltbundesamtes.

Bei bestimmten systemischen Legionellenuntersuchungen müssen beispielsweise geeignete Probenahmestellen berücksichtigt und Warm- und Kaltwasser getrennt betrachtet werden.

Wenn Sie eine Legionellenuntersuchung durchführen möchten, sollten Sie deshalb unbedingt die Anweisungen des zuständigen Labors beziehungsweise der zugelassenen Untersuchungsstelle befolgen.

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Was sollte man vor der Wasserprobenahme nicht tun?

Vermeiden Sie insbesondere:

  • das Probengefäß auszuspülen

  • eine gebrauchte Getränkeflasche zu verwenden

  • die Innenseite des Gefäßes zu berühren

  • die Probe mit Leitungswasser aus einer anderen Entnahmestelle zu mischen

  • Warm- und Kaltwasser unbeabsichtigt zu vermischen

  • eigenständig Desinfektionsmittel einzusetzen

  • die Probe unnötig lange stehen zu lassen

  • die Laboranleitung zu ignorieren

  • die Probe ohne eindeutige Kennzeichnung zu verschicken

Der wichtigste Grundsatz lautet:

Nicht improvisieren – die Anleitung des Labors befolgen.

Muss man den Wasserhahn vor der Probenahme reinigen?

Das hängt vom Untersuchungszweck ab.

Bei bestimmten professionellen Untersuchungen gelten konkrete Vorgaben zur Vorbereitung und Desinfektion der Entnahmestelle. Das Umweltbundesamt beschreibt beispielsweise entsprechende Vorbereitungsschritte für bestimmte Legionellenuntersuchungen.

Bei einem privaten Testkit sollten Sie jedoch nicht automatisch dieselben Maßnahmen durchführen.

Befolgen Sie immer die Anleitung Ihres konkreten Testkits.

Muss man das Wasser vor der Probenahme laufen lassen?

Nicht immer.

Ob und wie lange Wasser vor der Probenahme ablaufen soll, hängt vom Untersuchungsziel ab.

Bei einer Probe nach Stagnation kann das Wasser bewusst eine bestimmte Zeit in der Leitung gestanden haben. Bei anderen Untersuchungen kann eine definierte Spülung vorgesehen sein.

Die richtige Antwort lautet deshalb nicht pauschal „immer laufen lassen“ oder „nie laufen lassen“.

Die Probenahmeanweisung des Labors entscheidet.

Warum sind Stagnationsproben wichtig?

Wasser, das über längere Zeit in einer Hausinstallation steht, kann sich anders darstellen als Wasser, das nach längerer Spülung aus der Leitung kommt.

Das kann insbesondere bei bestimmten Untersuchungen von Materialien und Metallen relevant sein.

Das Umweltbundesamt nennt für Blei, Kupfer und Nickel spezielle Empfehlungen zur repräsentativen Probenahme.

Deshalb sollte die Probenahme immer zur Fragestellung passen.

Wie lange ist eine Wasserprobe haltbar?

Darauf gibt es keine allgemeingültige Antwort für alle Wasseranalysen.

Die zulässige Zeit zwischen Probenahme und Untersuchung hängt unter anderem ab von:

  • Untersuchungsparameter

  • Untersuchungsverfahren

  • Probengefäß

  • Transportbedingungen

  • Konservierung

  • Temperatur

Deshalb sollten Sie die Probe nicht einfach mehrere Tage aufbewahren, wenn das Labor einen schnellen Versand verlangt.

Je genauer Sie die Versandvorgaben einhalten, desto besser können Sie unnötige Probleme mit der Probe vermeiden.

Was passiert, wenn bei der Probenahme ein Fehler passiert?

Wenn Sie feststellen, dass Sie die Probe möglicherweise falsch entnommen haben, sollten Sie nicht einfach raten.

Kontaktieren Sie das Labor beziehungsweise den Anbieter des Wassertests und schildern Sie den Fehler.

Je nach Art des Fehlers kann entschieden werden, ob:

  • die Probe trotzdem untersucht werden kann,

  • die Einschränkung dokumentiert werden muss,

  • oder eine neue Probe erforderlich ist.

Eine neue Probe ist oft besser als ein möglicherweise falsch interpretierbares Ergebnis.

Wasserprobe richtig entnehmen: Checkliste

Vor dem Versand können Sie diese kurze Checkliste verwenden:

Prüfpunkte Erledigt
Richtiger Wassertest ausgewählt
Richtige Entnahmestelle verwendet
Anleitung gelesen
Richtige Probenflasche verwendet
Innenseite nicht berührt
Warm-/Kaltwasser nicht verwechselt
Vorgaben zur Spülung beachtet
Richtige Füllmenge eingehalten
Probe sofort verschlossen
Probe eindeutig beschriftet
Begleitformular vollständig ausgefüllt
Versandvorgaben beachtet
Probe rechtzeitig verschickt

Warum ein professionelles Probenahmeset hilfreich ist

Ein geeignetes Probenahmeset reduziert das Risiko, dass falsche Gefäße oder ungeeignete Materialien verwendet werden.

Bei WirtestenIhrWasser erhalten Kunden ein vollständiges Probenahmeset mit bebilderten Anweisungen.

Für den Leitungswassertest Komplett sind beispielsweise sterile Probenflaschen für Kalt- und Warmwasser vorgesehen. Außerdem gehören weitere Materialien zur Probenahme dazu.

Wenn bei der Entnahme Fragen entstehen, sollte der Support kontaktiert werden, bevor die Probe auf eigene Faust verändert oder erneut entnommen wird.

Wasserprobe richtig entnehmen – warum Genauigkeit zählt

Eine Laboranalyse soll möglichst zuverlässig zeigen, welche Eigenschaften die untersuchte Wasserprobe aufweist.

Eine fehlerhafte Probenahme kann dagegen dazu führen, dass die Probe nicht optimal für die gewünschte Untersuchung geeignet ist.

Deshalb beginnt eine gute Wasseranalyse nicht erst im Labor.

Sie beginnt bereits bei der richtigen Probenahme.

Wenn Sie die Anleitung sorgfältig befolgen, das richtige Probengefäß verwenden und die Probe entsprechend den Versandvorgaben schnell zum Labor bringen, schaffen Sie eine wichtige Grundlage für eine aussagekräftige Untersuchung.

Fazit: Wasserprobe richtig entnehmen

Eine Wasserprobe selbst zu entnehmen ist grundsätzlich unkompliziert, wenn Sie die Vorgaben des jeweiligen Labors genau befolgen.

Die häufigsten Fehler entstehen durch:

  • falsche Probengefäße

  • Berühren der Gefäßinnenseite

  • falsche Entnahmestellen

  • falsche Spülzeiten

  • Vermischung von Warm- und Kaltwasser

  • falsche Füllmengen

  • verspäteten Versand

  • unvollständige Dokumentation

Besonders bei mikrobiologischen Untersuchungen oder gesetzlich geregelten Trinkwasseruntersuchungen können zusätzliche Anforderungen gelten. Die Trinkwasserverordnung schreibt für die Probenahme die allgemein anerkannten Regeln der Technik vor und enthält für bestimmte Parameter zusätzliche Vorgaben.

Wenn Sie Ihr Wasser testen lassen möchten, wählen Sie deshalb am besten einen Test, bei dem Sie ein passendes Probenahmeset und klare Anweisungen erhalten.

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Häufig gestellte Fragen zur Wasserprobe

Wie entnimmt man eine Wasserprobe richtig?

Verwenden Sie das vom Labor vorgesehene Probengefäß und befolgen Sie die Anleitung für die jeweilige Untersuchung. Entnahmestelle, Spülung, Füllmenge und Versand können je nach Test unterschiedlich sein.

Kann ich eine normale Plastikflasche für den Wassertest verwenden?

Nein, verwenden Sie grundsätzlich das vom Labor vorgesehene Probengefäß. Eine normale Getränkeflasche ist nicht automatisch für eine Laboranalyse geeignet.

Muss man den Wasserhahn vor der Probenahme desinfizieren?

Nicht pauschal. Bei bestimmten Untersuchungen gelten konkrete Vorgaben. Bei privaten Testkits sollten Sie ausschließlich die Anleitung des jeweiligen Labors befolgen.

Wie lange muss das Wasser vor der Probenahme laufen?

Das hängt von der Untersuchung ab. Bei manchen Proben ist eine definierte Spülung vorgesehen, bei anderen kann gerade eine Probe nach Stagnation relevant sein.

Kann ich Warmwasser und Kaltwasser gemeinsam testen?

Das hängt vom Test ab. Wenn Warm- und Kaltwasser getrennt untersucht werden sollen, dürfen die Proben nicht miteinander vermischt werden.

Wie schnell muss eine Wasserprobe ins Labor?

Das hängt vom jeweiligen Parameter und Untersuchungsverfahren ab. Befolgen Sie deshalb die Versand- und Transportvorgaben des Labors.

Was passiert, wenn ich die Wasserprobe falsch entnommen habe?

Kontaktieren Sie das Labor oder den Anbieter des Tests. Je nach Fehler kann eine neue Probe erforderlich sein.

Wie bekomme ich ein Probenahmeset?

Bei WirtestenIhrWasser erhalten Kunden je nach gewähltem Wassertest ein entsprechendes Probenahmeset mit Anweisungen zur Entnahme.

Kann ich mein Leitungswasser selbst testen?

Ja, Sie können eine Wasserprobe für einen geeigneten Labortest selbst entnehmen, sofern der Test dafür vorgesehen ist. Bei gesetzlich vorgeschriebenen Untersuchungen gelten jedoch besondere Anforderungen an zugelassene Untersuchungsstellen und die Probenahme.

Wo kann ich eine Wasseranalyse durchführen lassen?

Bei WirtestenIhrWasser stehen verschiedene Untersuchungen für Leitungswasser, Brunnenwasser und spezielle Fragestellungen zur Verfügung.

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